Fünfzig Jahre gelebte Chorgemeinschaft und Musikleidenschaft in Westenholz
Die Proben laufen auf Hochtouren: Der Kirchenchor fieberten seinem Konzert am Sonntag, 14. Juni, entgegen. Bild: Hildegard Regett
Ein halbes Jahrhundert im Dienste der Musik Seit nunmehr fünfzig Jahren steht die tiefe und gemeinschaftliche Liebe zum Gesang und zur Musik im absoluten Mittelpunkt des Lebens der aktiven Mitglieder vom bekannten Kirchenchor Sankt Cäcilia in Westenholz. Aus diesem feierlichen Anlass des fünfzigjährigen Bestehens veranstaltet die Gemeinschaft am kommenden Sonntag, dem vierzehnten Juni, ein großes Festkonzert in der festlichen Pfarrkirche Sankt Joseph. Die historische Erfolgsgeschichte dieses Chores nahm ihren Anfang im Jahre neunzehnhundertsechsundsiebzig, um es ganz genau zu benennen am sechsundzwanzigsten Januar neunzehnhundertsechsundsiebzig, als sich musikbegeisterte Menschen zu einer offiziellen Gründungsversammlung zusammenfanden. Es dauerte daraufhin noch zwei weitere Jahre intensiver Vorbereitung, bis im Jahre neunzehnhundertachtundsiebzig der allererste öffentliche Auftritt vor einem Publikum stattfinden konnte.
Strukturierte Probenarbeit als solides Fundament Die historische Versammlung zur Gründung des Vereins wurde damals auf die besondere Initiative des engagierten Pastors Wilhelm Dierkes hin einberufen. Insgesamt siebenundzwanzig hochmotivierte Gründungsmitglieder folgten damals der herzlichen Einladung des Geistlichen, um den Chor ins Leben zu rufen. In dieser ersten Sitzung wurde Peter Lukas zum ersten Vorsitzenden der Gemeinschaft ernannt. Während dieser wichtigen Versammlung wurde zudem eine detaillierte und eigene Vereinssatzung ausgearbeitet, durch welche die festen Grundlagen für eine regelmäßige und rhythmische Probenarbeit, für klare interne Strukturen und für eine hervorragend funktionierende Organisation des Vereinslebens dauerhaft geschaffen wurden.
Ein reicher Erfahrungsschatz und stetiges Wachstum In der langen, fünfzigjährigen Historie der Gemeinschaft haben die Sängerinnen und Sänger sehr viel erlebt und unzählige gemeinsame Auftritte erfolgreich gemeistert. Mit jedem einzelnen Auftritt auf der Bühne ist die Chorgemeinschaft noch viel enger zusammengewachsen. Das starke Band, das alle Mitglieder fest miteinander verbindet, ist die bedingungslose Leidenschaft für den Gesang. Im Laufe der Jahrzehnte leiteten insgesamt elf verschiedene Dirigenten den Kirchenchor Sankt Cäcilia, wobei jeder einzelne von ihnen neue kreative Impulse, frischen Wind und ganz unterschiedliche musikalische Stilrichtungen in die gemeinsame Arbeit einbrachte. Seit dem Monat November des Jahres zweitausenddreizehn liegt die künstlerische Leitung nun in den bewährten Händen von Paul Leo Leenen. Er hat seither zahlreiche anspruchsvolle Konzerte, feierliche Gottesdienste und außergewöhnliche Projekte durch sein unermüdliches Wirken entscheidend prägt. Seine langjährige Amtszeit gilt in den Reihen des Chores als eine der prägendsten Epochen der gesamten Vereinsgeschichte, wie von den Verantwortlichen betont wird. Dabei standen der Sinn für eine echte Gemeinschaft, die Freude an der Musik und das wertvolle ehrenamtliche Engagement der Beteiligten stets im Vordergrund.
Eine beeindruckende musikalische Vielfalt Das Repertoire und das musikalische Programm des Kirchenchores Sankt Cäcilia ist extrem breit aufgestellt, sodass es sowohl anspruchsvolle geistliche Werke als auch weltliche Kompositionen und große szenische Darstellungen umfasst. Nach dem ersten großen Dekanatssingen im Jahre neunzehnhundertachtundsiebzig folgten viele weitere Höhepunkte, wie zum Beispiel ein charmantes Kaffeehauskonzert im Saal Lütkewitte. Ebenso unvergessen bleibt die Aufführung der Schwabenkindermesse und des Werkes Requiem for the Living, welche gemeinsam mit professionellen Solisten und einem Orchester in den Pfarrkirchen von Westenholz und Mastholte dargeboten wurde.
Das große Jubiläumskonzert zur Feier des Bestehens Am anstehenden Sonntag, dem vierzehnten Juni, dürfen sich die Zuhörer nun auf das lang erwartete Jubiläumskonzert freuen, das ganz im Zeichen des fünfzigjährigen Jubiläums steht. Auch bei diesem bedeutenden Ereignis liegt die musikalische Gesamtleitung in den Händen des Dirigenten Paul Leo Leenen. Im Zentrum des Programms stehen ausgewählte Meisterwerke aus den Epochen der Romantik und der Neuzeit. Das Hauptwerk des Abends bildet dabei die berühmte Messe in C mit der Opusbezeichnung einhundertneunundsechzig aus der Feder des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger. Als eine ganz besondere musikalische Rarität wird zudem der Psalm mit dem Titel „Herr, wir loben dich“ dargeboten, welcher durch die geschickte Einbindung eines zweiten Echochores für faszinierende und tief beeindruckende akustische Klangeffekte im Kirchenraum sorgt.
Die symbolische Ausdruckskraft der Neuzeit Mit der Vertonung von drei prägnanten Glockensprüchen unter dem übergeordneten Titel „Mahnung und Ruf“ wendet sich das dargebotene Programm im weiteren Verlauf der musikalischen Neuzeit zu. Diese kurzen, ausdrucksstarken Sätze greifen die tiefe symbolische Sprache einer Kirchenglocke auf und laden das Publikum auf diese Weise zur inneren Einkehr und Besinnung ein, wie es in der offiziellen Ankündigung zum Konzert heißt. Eintrittskarten für diese Veranstaltung können im Vorverkauf direkt bei allen Chormitgliedern erworben werden, zudem sind sie in der Bäckerei Niermann in Westenholz sowie an der Abendkasse verfügbar. Der Eintrittspreis beläuft sich auf fünfzehn Euro für Erwachsene, während Schüler einen ermäßigten Preis von fünf Euro zahlen.
Zwei musikalische Höhepunkte in einem Jahr Dieses anstehende Konzert bildet jedoch lediglich den Auftakt, da in diesem Jubiläumsjahr insgesamt zwei große Konzerte geplant sind. Für den elften Oktober ist bereits eine zweite, rein weltliche Konzertveranstaltung fest angesetzt, bei welcher auch die Musikfreunde Westenholz aktiv mitwirken werden. Bei der Umsetzung des aktuellen Projekts erhält der Kirchenchor zudem hochkarätige Unterstützung durch die Kammermusik Mastholte, das renommierte Orchester Opus sieben sowie durch die Solisten Anna Sophie Brosig im Sopran, Melanie Sander im Alt, Birk Fischer im Tenor und Johannes Hamm im Bass.
„Quelle Westfalenblatt, Text KI“
