„In der Heimatpflege gibt es immer Arbeit“
Der Heimatverein Ostenland war Ausrichter der Frühjahrstagung der Heimatpfleger der Stadt Delbrück. Der Stadtheimatpfleger Andreas Scherf und Heimatvereinsvorsitzender des Heimatvereins Ostenland Johannes Wiesing hatten zu diesem Treffen in das Heimatmuseum Ostenland eingeladen. Auch Bürgermeister Johannes Lindhauer nahm teil. In seinem Grußwort stellte er heraus, wie wichtig die Ortsheimatpfleger, Ortschronisten und Heimatvereine für die Stadt Delbrück sind.
Die Heimatvereine begehen 2027 ihr 50-jähriges Bestehen. 1975, nach der kommunalen Neugliederung, entschied der Rat statt Dorfvorsteher die Aufwandsentschädigung lieber zu gründenden Heimatvereinen zukommen zulassen, heißt es in einer Mitteilung. Jeder Heimatverein, so waren sich auf der Tagung alle einig, sollte im Dorf mit einer eigener Veranstaltung das Jubiläum begehen.
Sorgen machen sich die Heimatpfleger um die vielen kirchlichen Immobilien in den Dörfern, die besonders für die Dorfgemeinschaften beziehungsweise Vereine wichtig sind.
Wenn die Kirche sich von Jugendheimen und Kirchen trennt, würden Tagungs- und Übungsräume im Dorf fehlen. Über 500 Denkmäler und Heiligenhäuschen gibt es im Delbrücker Land. Es treten dann Probleme auf, wenn diese sanierungsbedürftig sind und frühere Eigentümer nicht mehr existieren. Was soll dann damit geschehen und wer trägt die Kosten, wenn diese Denkmäler erhalten werden sollen?, fragen sich die Anwesenden Heimatpfleger bei der diesjährigen Frühjahrstagung. Für den Tourismus habe Delbrück mit den Ortsteilen einiges zu bieten, so die Heimatpfleger, dazu gehöre auf lange Sicht auch eine Landesgartenschau. Für das Treffen gilt die Erkenntnis, in der Heimatpflege gibt es immer Arbeit.