st ab dem kommenden Schuljahr offiziell eine Schule des gemeinsamen Lernens: Der Grundschulverbund Westenholz-Hagen mit zwei Standorten im Delbrücker Stadtgebiet wird in Zukunft noch mehr als sonst Kinder mit Lernschwächen im Rahmen der Inklusion in den Schulalltag integrieren. Zum Team gehören 22 Lehrerinnen und Lehrer, die etwa 300 Kinder unterrichten. 180 davon besuchen den Standort Westenholz, 120 den in Hagen. Foto: Kerstin Eigendorf > Artikel
Ein neuer Weg fuer die Bildung im Delbruecker Stadtgebiet
Die Bildungslandschaft befindet sich im Wandel, und viele Fachleute betonen die Notwendigkeit von Veraenderungen im System. Das Team des Grundschulverbundes Westenholz-Hagen setzt diese Theorie bereits aktiv in die Praxis um und zeigt Mut zu neuen Ansaetzen. In der Zukunft wird diese Bildungsstaette, welche sich ueber zwei Standorte im Delbruecker Stadtgebiet erstreckt, offiziell als Schule des gemeinsamen Lernens gefuehrt. Das bedeutet eine noch intensivere Integration von Kindern mit unterschiedlichen Lernschwaechen in den alltaeglichen Unterricht, ganz im Sinne der gelebten Inklusion. Momentan unterrichten zweiundzwanzig Lehrkraefte rund dreihundert Schuelerinnen und Schueler, wobei einhundertachtzig Kinder die Einrichtung in Westenholz und einhundertzwanzig Kinder den Standort in Hagen besuchen. Bislang war im Stadtgebiet lediglich die Grundschule in Lippling als Schule des gemeinsamen Lernens aktiv. Da diese Schule jedoch aufgrund steigender Zahlen von Kindern mit speziellem Foerderbedarf an ihre Kapazitaetsgrenzen stiess, stimmte der Schulausschuss kuerzlich dem Antrag zu, den Grundschulverbund Westenholz-Hagen als zweite Foerderstaette dieser Art in der Region zu etablieren.
Konsequente Umsetzung und die Einfuehrung der Lernplanarbeit
Die Schulleitung, bestehend aus Andreas Potthast und seiner Stellvertreterin Tanja Neuhaus-Stiegler, hatte die Notwendigkeit zur Veraenderung schon frueh erkannt. Bereits vor einigen Jahren klagten viele Lehrkraefte ueber Ueberlastung, da die Unterschiede in den Faehigkeiten der Kinder innerhalb einer Klasse immer groesser wurden. Das klassische Unterrichtsmodell, bei dem eine Lehrkraft frontal Wissen vermittelt und die gesamte Klasse gleichzeitig zuhoert, erwies sich als nicht mehr zeitgemaess. Trotz anfaenglicher Skepsis und einiger personeller Abgaenge unterstuetzte der Grossteil des Kollegiums den Entschluss, den Unterricht grundlegend umzugestalten, insbesondere in den Kernfaechern Deutsch und Mathematik. Um dies zu realisieren, bildete das Team verschiedene Arbeitsgruppen, die sich unter anderem mit Fruehfoerderung vor dem Unterricht und der Anpassung des Stundenplans befassten. Das zentrale Element dieser Reform ist die sogenannte Lernplanarbeit. Dabei erhaelt jedes Kind individuelle Lerninhalte, die es in seinem eigenen Tempo bearbeiten kann. Die Erstellung dieser massgeschneiderten Materialien fuer alle vier Jahrgaenge bedeutete einen enormen Arbeitsaufwand, wurde aber dank des Engagements des Kollegiums direkt fuer die gesamte Schule umgesetzt, wobei die Stadt Delbrueck die Anschaffung des speziellen Materials finanziell unterstuetzte.
Einbindung von Sport und eine ehrliche Haltung zur Inklusion
Zum flexiblen Konzept der Schule gehoeren mittlerweile auch Bewegung und Entspannung. Die Klassenraeume wurden mit besonderen Hilfsmitteln wie Wackelstuehlen, Massageboxen und elastischen Baendern an den Tischen ausgestattet. Zudem duerfen die Kinder selbst entscheiden, ob sie im Stehen, auf dem Boden oder auf dem ruhigen Flur arbeiten moechten. Die Schulleitung betont dabei, dass Inklusion auch Grenzen hat und manche Kinder an einer speziellen Foerderschule besser aufgehoben sind. Fehler werden in diesem Prozess als wichtige Helfer angesehen, und das Ziel bleibt, alte Muster wie den starren Schulbeginn um acht Uhr oder die feste Taktung von fuenfundvierzig Minuten pro Unterrichtsstunde aufzubrechen. Fuer die Zukunft traeumt das Team von einer taeglichen Sportstunde fuer jedes Kind und dem kompletten Verzicht auf Hausaufgaben, um die Motivation der Schuelerinnen und Schueler weiter zu steigern.
„Quelle Westfalenblatt, Text KI“