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Großer Jubel und eine besondere Vertragshistorie beim Schützenfest in Delbrück

Großer Jubel und eine besondere Vertragshistorie beim Schützenfest in Delbrück

Ein ganz besonderes Gefühl von Zusammenhalt lag beim Schützenfest der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Delbrück in der Luft. Gefühlt ganz Delbrück kam zusammen, um zu feiern, zu lachen und alte Traditionen neu aufleben zu lassen.

Von Madita Diekmann > Artikel

Das charmante Frühstücksabkommen und die Rückkehr zu alten Traditionen

Beim jüngsten Schützenfest der St. Johannes Schützenbruderschaft in Delbrück herrschte eine außergewöhnliche Atmosphäre von Gemeinschaft und tiefer Verbundenheit. Im Mittelpunkt des festlichen Geschehens stand das neue Königspaar Michael und Dagmar Thöle, dessen Weg zur Thronwürde von einer humorvollen Anekdote begleitet wird. Für den engagierten Bataillonsfähnrich und Kolpingbruder, der bereits vor vielen Jahren Erfahrungen als Jungschützenkönig sammeln konnte, stand der Wunsch nach der Königswürde eigentlich fest. Seine Ehefrau, die als Pfarrsekretärin im Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof tätig und stark in das kirchliche Leben sowie die lokale Gemeindearbeit eingebunden ist, stand der Idee anfangs jedoch skeptisch gegenüber, da sie gebürtig aus Paderborn stammt und mit den Ausmaßen des Delbrücker Schützenwesens zunächst weniger vertraut war. Die überraschende Wende ereignete sich an einem Samstagmorgen beim gemeinsamen Frühstück, als sie von sich aus vorschlug, das Regentenamt zu übernehmen. Ihr Ehemann reagierte geistesgegenwärtig und setzte spontan einen improvisierten Vertrag auf, den seine Gattin noch am Frühstückstisch unterzeichnete. Durch die tatkräftige Hilfe von Freunden und der Nachbarschaft fühlt sich das Paar bei den anstehenden Aufgaben bestens unterstützt. Zudem erlebte der Hofstaat eine Premiere, da die vierzehnjährige Tochter Franziska als Schwieger-Prinzessin in einem großen Festkleid auftreten durfte. Auf Initiative des Schützenkönigs und seiner Mitstreiter wurde zudem eine liebgewonnene Tradition wiederbelebt, sodass die Majestät am Sonntag wieder ganz klassisch vom Schützenbataillon von zu Hause abgeholt wurde, nachdem dies in den Vorjahren aus organisatorischen Gründen auf den Rathausplatz verlegt worden war.

Farbenfroher Festumzug und ausgelassene Stimmung für alle Generationen

Das gesamte Festwochenende war geprägt von herzlichen Begegnungen und bester Laune im gesamten Stadtgebiet. Nach der offiziellen Proklamation am Samstagabend feierten die Delbrücker Bürger gemeinsam mit den Abordnungen der befreundeten Nachbarbruderschaften ausgiebig auf dem Festplatz. Den unbestrittenen Höhepunkt für die Schützen und die zahlreichen Zuschauer bildete der große Festumzug am Sonntag, der sich durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt bewegte. Dabei zog insbesondere die Königin in ihrem prachtvollen Kleid aus schwarzem Tüll mit goldenem Glitzer und floralen Verzierungen alle Blicke auf sich. Im Anschluss an die traditionelle Parade bot der Familientag auf dem Festgelände ein abwechslungsreiches Programm, das mit speziellen Angeboten für Kinder, dem beliebten Kindertanz und einem geselligen Beisammensein im Biergarten alle Generationen ansprach und den familiären Charme des Festes unterstrich.

„Quelle Westfalenblatt, Text KI“