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Erfolgreiche Adoption im Storchennest von Delbrück

Erfolgreiche Adoption im Storchennest von Delbrück

Die aus Bünde stammenden Jungstörche haben das Licht der Welt erblickt und erhielten am Montag ihre offiziellen Ringe, bevor sie in Kürze den Horst in Delbrück Ostenland verlassen werden. Foto: Oliver Schwabe

Großer Bruterfolg im Kreis Paderborn In der Region Delbrück Ostenland ist ein bemerkenswertes Naturereignis geglückt. Ein dort ansässiges Storchenpaar hat die Rolle von Pflegeeltern übernommen und erfolgreich Eier ausgebrütet, die aus einer Rettungsaktion stammen. Anfang April wurden den Vögeln insgesamt fünf Eier untergelegt, die zuvor im Kreis Herford gesichert werden mussten. Aus dieser Fürsorge sind drei Jungtiere geschlüpft, was einen großen Erfolg für den Artenschutz darstellt.

Erfahrene Pflegeeltern und ein Plan B Für die beiden Störche in Delbrück Ostenland ist diese Situation keineswegs neu. In der Vergangenheit hat das Paar bereits mehrfach bewiesen, dass es fremde Gelege problemlos annimmt und großzieht. Sollten die Tiere die Adoption verweigern, stand in der Auffangstation von Daniel Sütterlin bereits eine künstliche Brutmaschine als Reserve bereit. Das Storchenpaar lebt seit rund fünf Jahren auf dem Hof. Nachdem sie zuerst zwei Jahre lang einen Schornstein nutzten, bauten sie später einen nahegelegenen Horst auf. Eigene Nachkommen konnte das Paar bisher nicht zeugen, da das Weibchen aufgrund einer organischen Fehlbildung nur deformierte und viel zu kleine Eier produziert.

Dramatische Rettung vom Hochspannungsmast Die Vorgeschichte der Eier ist dramatisch. Die biologischen Eltern hatten ihr Nest auf einem Hochspannungsmast zwischen Bünde und Kirchlengern errichtet. Weil die Konstruktion Funkenübersprünge auslöste, musste sie entfernt werden, um das Leben der Vögel und die Stromversorgung nicht zu gefährden. Das Paar baute daraufhin sofort ein neues Nest, welches Anfang April ebenfalls entfernt werden musste. Da die Störche jedoch bereits fest im Brutgeschäft steckten, wurden die fünf Eier von einem Experten gerettet und in die private Station nach Delbrück gebracht.

Der Lauf der Natur und die Beringung Die Küken schlüpften nach einer verbleibenden Brutzeit von zwei Wochen gegen Ende April. Meister Adebar brütet normalerweise ungefähr einunddreißig Tage. Da die Eiablage nacheinander erfolgt, entstehen oft Altersunterschiede unter den Küken. Drei Jungtiere sind für Störche ein hervorragender Wert. Allerdings überlebten nur zwei der drei geschlüpften Vögel. Die Eltern warfen das schwächste Küken aus dem Nest, ein typisches Verhalten bei Nahrungsmangel oder Wetterumschwüngen, obwohl durch den Regen eigentlich ausreichend Würmer vorhanden waren. Nach etwa acht Wochen werden die Jungvögel flügge. Eine Woche vor dem Abflug trainieren sie fleißig ihre Flügel. Die Jungstörche fallen durch ihre komplett schwarzen Schnäbel und Beine auf, die sich erst im Folgejahr rot färben. Ende Juni ziehen die Jungtiere in Gruppen mit einem Leitvogel in Richtung Süden. Um ihre Wege nachverfolgen zu können, wurden die beiden verbliebenen Störche von Michael Jöbges mit Kennringen der Vogelwarte Helgoland versehen.

„Quelle Westfalenblatt, Text KI“

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