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Chronik der Delbrücker Polizei von den Anfängen bis zur neuen Wache

Chronik der Delbrücker Polizei von den Anfängen bis zur neuen Wache

Die feierliche Übergabe des neuen und unübersehbaren Dienstgebäudes an der Oststraße in Delbrück steht unmittelbar bevor, wobei auch der amtierende Landesinnenminister Herbert Reul persönlich zu den geladenen Gästen zählen wird, fotografiert von Kerstin Eigendorf

Die historischen Anfänge und die ländlichen Posten Die feierliche Übergabe der zeitgemäßen Polizeidienststelle an der Oststraße markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die lokale Sicherheit, weshalb der renommierte Heimatforscher Willi Austenfeld die historische Entwicklung ausführlich beleuchtet. Bereits in den dreißiger Jahren existierten in den ländlichen Gemeinden wie Ostenland, Westerloh oder Hövelhof kleine, dezentrale Posten. Die damaligen Beamten, welche im Volksmund oft noch ehrfurchtsvoll als Gendarmen bezeichnet wurden, verrichteten ihren anstrengenden Dienst direkt in angemieteten Wohnhäusern und waren ohne zeitliche Einschränkung auch in den Nachtstunden ansprechbar, wodurch Berufsleben und Privates unter einem Dach stattfanden, wie das markante Beispiel eines berittenen Dorfpolizisten aus dem Jahr einunddreißig eindrucksvoll belegt.

Struktureller Wandel und die Notwendigkeit permanenter Präsenz Mit dem stetigen Wachstum der Bevölkerung sowie dem zunehmenden Verkehrsaufkommen nach der kommunalen Neugliederung im Jahr fünfundsiebzig erwies sich die Betreuung der Region durch die weiter entfernten Dienststellen in Schloß Neuhaus oder Paderborn als zunehmend unpraktisch. Zuvor war auch die Verkehrsüberwachung, deren Beamte aufgrund ihrer charakteristischen weißen Kopfbedeckungen scherzhaft als weiße Mäuse tituliert wurden, extern organisiert. Da die Kriminalitätsraten und die Unfallzahlen besorgniserregend anstiegen, forcierte die Politik den Aufbau einer eigenen Wache, für die Willi Austenfeld bereits frühzeitig als zukünftiger Leiter eingeplant war und umfassende statistische Vorarbeiten leistete, um die dringliche Notwendigkeit einer permanenten Polizeipräsenz zu untermauern.

Der Aufbau der Zentralwache und die historische Einweihung Im Februar des Jahres achtzig konnte das neue Gebäude schließlich offiziell an die Kreispolizeibehörde übergeben werden, woraufhin einundzwanzig engagierte Beamte ihren Rundumdienst aufnahmen, was für die Bevölkerung anfangs einen sehr ungewohnten Anblick darstellte. Die feierliche Einweihung dieser innovativen Zentralwache, welche auch die Feuerwehr und die Rettungskräfte des Roten Kreuzes unter einem gemeinsamen Dach vereinte, erfolgte im Jahr dreiundachtzig durch den damaligen Landesinnenminister Herbert Schnoor an der Südstraße. Die hohe Relevanz dieser kontinuierlichen Präsenz spiegelte sich in den damaligen Einsatzzahlen wider, da in jener Epoche allein im Wachbereich achtzehn Verkehrstote zu beklagen waren, wohingegen im gesamten Kreisgebiet im Jahr fünfundzeitzig lediglich acht tödliche Unfälle registriert wurden.

Der energische Widerstand der Bevölkerung gegen den drohenden Abzug Die Struktur der Delbrücker Dienststelle erfuhr im Laufe der Jahre diverse Modifikationen, so wurde sie im Jahr siebenundachtzig zur Entlastung der Paderborner Behörde temporär zu einer größeren Polizeistation mit vierzig Beamten aufgewertet, bevor im Jahr zweiundneunzig im Zuge einer landesweiten Umorganisation plötzlich eine komplette Schließung im Raum stand. Gegen dieses Vorhaben formierte sich in den Jahren dreiundnuunzig und vierundneunzig ein beispielloser, energischer Sturm des Protests, bei dem Bürger, Vereine, kirchliche Institutionen und Politiker gemeinsam demonstrierten und über zwölftausend Unterschriften für den Erhalt sammelten. Dieser vehemente Einsatz zeigte Wirkung, sodass der damalige Landrat Rudolf Wansleben den Fortbestand einer Tageswache verkündete, die im Mai siebenundneunzig mit zwölf Streifenbeamten ihren Dienst aufnahm.

Der Beginn einer vollkommen neuen Ära für die Sicherheit Das einstige zukunftsweisende Konzept einer gemeinsamen Zentralwache gehört mittlerweile der Vergangenheit an, nachdem der Rettungsdienst bereits ein neues Gebäude bezogen hat und auch für die Feuerwehr räumliche Veränderungen debattiert werden. Mit dem monumentalen Neubau an der Oststraße, welcher unter der kompetenten Leitung von Polizeihauptkommissarin Stefanie Lahme steht, verdoppelt sich die nutzbare Fläche für die Ordnungshüter, was von der leitenden Polizeidirektorin Margit Picker und dem Landrat Christoph Rüther als historischer Meilenstein deklariert wird. Das unübersehbare, moderne Gebäude ist nun vollkommen startbereit für die offizielle Einweihung, zu der auch der aktuelle Innenminister Herbert Reul erwartet wird.

„Quelle Westfalenblatt, Text KI“