Heftige Unwetter fordern die Feuerwehren in Hövelhof und Delbrück massiv
Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter den Feuerwehren Hövelhof und Delbrück. Vor allem vollgelaufene Keller und zahlreiche abgeknickte Bäume sorgten für viele Einsätze. Foto: Christian Geschke Dauereinsatz durch schwere Stürme und extreme Niederschläge Gleich mehrere heftige Unwetterfronten haben am vergangenen Wochenende die Gemeinden Hövelhof und Delbrück schwer getroffen und die Rettungskräfte vor enorme Herausforderungen gestellt. Sintflutartiger Starkregen, schwere…
Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter den Feuerwehren Hövelhof und Delbrück. Vor allem vollgelaufene Keller und zahlreiche abgeknickte Bäume sorgten für viele Einsätze. Foto: Christian Geschke
Dauereinsatz durch schwere Stürme und extreme Niederschläge Gleich mehrere heftige Unwetterfronten haben am vergangenen Wochenende die Gemeinden Hövelhof und Delbrück schwer getroffen und die Rettungskräfte vor enorme Herausforderungen gestellt. Sintflutartiger Starkregen, schwere Gewitter und Sturmböen sorgten für überflutete Keller und eine Vielzahl umgestürzter Bäume, sodass die Einsatzkräfte fast ununterbrochen im Einsatz waren. Nach Angaben des Hövelhofer Feuerwehrpressesprechers Tim Kesselmeier begann die Kette der Ereignisse am Freitagabend mit dem Alarm einer Brandmeldeanlage und zog sich ohne große Unterbrechungen bis zum späten Sonntagabend hin, als das letzte Mal das Stichwort Wasser im Keller gemeldet wurde. Besonders der Freitagabend sowie der gesamte Sonntag verlangten den Helfern alles ab. Ein umstürzender Baum beschädigte unter anderem einen Stromverteilerkasten, was dazu führte, dass ein Wohnhaus über viele Stunden hinweg ohne Elektrizität auskommen musste. Zudem machten die schieren Ausmaße und die Masse der umgeknickten Bäume die komplette Sperrung von zwei Straßen im Gemeindegebiet unumgänglich, da die Beseitigung die Kapazitäten der Einsatzkräfte vor Ort zunächst überstieg. Um die zentrale Leitstelle in Ahden spürbar zu entlasten, wurde im neuen Feuerwehrhaus in Hövelhof eine eigene örtliche Einsatzleitung aufgebaut. Diese spezielle Koordinierungsstelle sichtete die eingehenden Notrufe, teilte sie nach Dringlichkeit ein und leitete sie systematisch an die rund dreiundvierzig aktiven Helfer weiter.
Zahlreiche Einsätze und Unfälle am Samstag und Sonntag Nachdem die ersten Sturmschäden in den späten Abendstunden des Freitags weitgehend beseitigt waren, ging die Arbeit am Samstagmorgen direkt weiter. Die Einsatzkräfte mussten erneut ausrücken, um abgebrochene Äste und weitere blockierende Bäume von den Verkehrswegen zu entfernen. Neben den wetterbedingten Einsätzen forderte auch das alltägliche Unfallgeschehen die Retter, da ein brennendes Auto gemeldet wurde und ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Motorrad die Absicherung eines Rettungshubschraubers erforderlich machte. Der Sonntag startete mit dem Alarm eines vermeintlichen Transformatorenbrandes, der sich vor Ort glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte. Ein heftiger Hagelschauer und anschließender Starkregen führten am Nachmittag dazu, dass ein wichtiger Abfluss an der Hauptkreuzung von Allee und Schlossstraße komplett verstopfte, wodurch eine riesige Wasserfläche auf der Fahrbahn entstand. Zum Abschluss des ereignisreichen Wochenendes drang am Sonntagabend zudem Regenwasser in ein Wohngebäude im Ortsteil Riege ein. Allein im gesamten Gebiet von Hövelhof mussten die Einsatzkräfte zu siebenundzwanzig dokumentierten Sturmschäden ausrücken.
Koordination und hohe Einsatzzahlen im gesamten Delbrücker Stadtgebiet Auch im benachbarten Delbrück hinterließ die plötzliche und heftige Unwetterfront am Freitagabend eine Spur der Verwüstung. Da die Mitglieder des Löschzugs Delbrück gerade für ihren regulären Dienstabend im Feuerwehrhaus versammelt waren, konnte der Leiter der Feuerwehr, Heinz Noje, extrem schnell reagieren. Er veranlasste umgehend die Einrichtung einer eigenen örtlichen Einsatzleitung am Standort Delbrück Mitte, um die rasch ansteigende Zahl von Notrufen effektiv zu bewältigen. Die Meldungen über Sturmschäden und blockierte Straßen wurden von dort aus zentral erfasst und koordiniert an die verschiedenen Löschzüge im gesamten Stadtgebiet verteilt. Insgesamt mussten die Delbrücker Einsatzkräfte zu neunundsiebzig Einsatzstellen ausrücken, wobei der absolute Schwerpunkt mit einundfünfzig Einsätzen in der stürmischen Nacht von Freitag auf Samstag lag. Weitere achtzehn Schadensstellen kamen am Samstagmorgen hinzu, als die Helfer bis weit in den Tag hinein damit beschäftigt waren, Gefahrenquellen zu beseitigen und die Straßen wieder für den Verkehr freizugeben. Im Gegensatz zu Hövelhof verlief der restliche Sonntag für die Feuerwehr in Delbrück glücklicherweise ruhig und ohne weitere wetterbedingte Zwischenfälle.
„Quelle Westfalenblatt, Text KI“
