Moderne Architektur hautnah erleben und Inspirationen für eigene Bauvorhaben sammeln
Das landesweite Kulturevent lädt in diesem Jahr wieder dazu ein, zeitgenössische Baukunst aus unmittelbarer Nähe zu betrachten und sich von kreativen Ideen inspirieren zu lassen. An dem überregionalen Aktionswochenende im Juni beteiligen sich im Kreis Paderborn drei innovative Architekturbüros, die drei vollkommen unterschiedliche, aber gleichermaßen faszinierende Bauprojekte in Bad Wünnenberg, Delbrück und Anreppen für die Öffentlichkeit zugänglich machen.
Ein moderner Erweiterungsbau für die Grundschule in Bad Wünnenberg
Das Architekturbüro Köhler und Otto aus Leiberg präsentiert einen großzügigen Neubau am Stadtberg, welcher von der Architektin Magdalena Köhler konzipiert wurde. Das rund sieben Millionen Euro teure Großprojekt wurde nach einer intensiven, eineinhalbjährigen Bauphase feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die neuen Räumlichkeiten dienen in erster Linie der Entlastung des bestehenden Schulgebäudes und bieten optimale Bedingungen für die moderne Ganztagsbetreuung. Der Komplex umfasst helle Klassenzimmer für den ersten Jahrgang, fünf funktionale Gruppenräume für die Offene Ganztagsschule sowie eine Mensa mit sechzig Sitzplätzen. Dank eines hochflexiblen Raumkonzeptes kann die Mensa sowohl für den regulären Schulbetrieb als auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Große, bodentiefe Fenster und durchdachte Außenanlagen verwandeln das Areal in einen lebendigen und kindgerechten Lernort. Interessierte Besucher können das Gebäude am Samstag besichtigen und an fachkundigen Führungen der Architektin teilnehmen.
Die Naturkita Lerchennest als nachhaltiger Begegnungsort in Delbrück
Ebenfalls den Bedürfnissen von Kindern widmet sich ein Projekt des Büros Hüllmann am Stadtrand von Delbrück. Die Architektin Christina Netzner entwarf für den Bauherrn Pari Sozial GmbH die innovative Naturkita Lerchennest, welche ein besonderes Konzept aus Wald und Regelbetrieb miteinander kombiniert. Neben drei klassischen Gruppen verfügt die Einrichtung über zwei Waldgruppen, die das angrenzende Waldgebiet intensiv nutzen und im Hauptgebäude über zwei geschützte Rückzugsräume verfügen. Das architektonische Herzstück des Gebäudes bildet eine beeindruckende, sechs Meter hohe innenliegende Piazza, die als lichtdurchfluteter Bewegungs und Begegnungsraum fungiert und direkt zu den Gruppenräumen führt. Eine flexible Trennwand zur Turnhalle ermöglicht zudem eine variable Nutzung der Flächen. Auch ökologisch setzt der Bau Maßstäbe, er wurde komplett in Holzbauweise errichtet, besitzt ein grünes Dach und ist mit einer modernen Photovoltaikanlage ausgestattet. Das Gebäude steht am Samstagvormittag für Besichtigungen und Führungen offen.
Der gelungene Umbau einer historischen Scheune zu modernem Wohnraum in Anreppen
Das Architekturbüro Gröne zeigt am Beispiel eines Projekts in Anreppen, wie historische Bausubstanz im ländlichen Raum erhalten und neu genutzt werden kann. Unter der Federführung der Architektin Sophie Hermbusche wurde eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Scheune an der Drubbelstraße in zwei moderne Wohneinheiten umgestaltet. Nach einer mehrjährigen Planungs und Bauphase konnten die neuen Bewohner das außergewöhnliche Objekt bereits beziehen. Das architektonische Highlight des Umbaus besteht darin, dass die sechs charakteristischen, großen Deelentore sowie die markante Backsteinfassade und historische Gesteinselemente harmonisch in das neue Wohnkonzept integriert wurden. Das geschichtsträchtige und zugleich moderne Gebäude öffnet am Samstagmittag seine Pforten für das interessierte Publikum, wobei das Architektenteam trotz sommerlicher Temperaturen auf eine große Resonanz hofft.
„Quelle Westfalenblatt, Text KI“